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kulturgefühle

3d filme habe ich ja immer für überbewertet gehalten. wat soll da schon groß anders sein, dachte ich und wurde am sonntag eines besseren belehrt. die eiskönigin in dreidimensional war so etwas wie meine erweckung. zwei stunden päter konnte ich noch immer nicht geradeaus denken. als alter kulturmuffel und geizkragen fand ich kino bisher nicht mehr als nett. der vorgänger des fernsehens eben. was rede ich, ich habe ja nicht einmal mehr einen fernseher. egal. ein kinofilm wurde nach seiner story bewertet. da ist es egal ob die leinwand groß oder klein ist. dialoge werden nicht besser, weil man jede pore eines schauspielers sehen kann. und den ton kann man am rechner ganz gut runterfahren. kino is n büschen laut für mich. und diese stundenlangen werbefeldzüge. alles egal bei 3d... alter falter, 3d ist abgefahren. da fand ich sogar die werbetrailer bemerkenswert. tarzan, der sich durch die lüfte schwingt? will ich sehen. der hund, der einen kleinen jungen erzieht? will ich sehen. mickey im streit mit kater carlo. gigantisch geil. ist dies eines der aha erlebnisse, das mich dazu bringt, die welt mit neuen augen zu sehen? ich bin fast bereit, auch in die anderen sparten der kultur einzudringen. aber nicht sehr lange. die rostocker kunsthalle macht mir mein neues offen-für-so-ziemlich-alles-sein nicht sehr leicht. will man in eine ausstellung, muss man erst mal fragen. und zwar die dame, die dort rumsteht und streng schaut. habe ich vielleicht die falsche kleidung an? sieht man, dass ich keine ahnung habe? "die normale ausstellung oder auch die sonderausstellung?", fragt sie ernst, die dame. oh, sonderausstellung. was ist denn die besonderheit an der sonderausstellung? hängen ja nur bilder von der wand, die man sich ansieht, dachte ich. und warum kostet der eintritt manchmal gar nichts und manchmal acht euro? und warum habe ich plötzlich den eindruck, der preis hängt von der laune der strengen dame ab? ich fühle mich kurz kleinlich, weil ich den wert der kunst bewerten muss. öffentlich. unter den blicken der strengen dame. hält sie mich für unkultiviert, wenn mir acht euro für die sonderausstellung zuviel sind? ich fühle mich ausgeliefert. keineswegs gewappnet durch einen blick auf den ... gibt es hier keinen schaukasten? ich kriege angst, vor der kunst(halle). so unberechenbar. vielleicht sogar willkürlich. ich bin ein sicherheitsfanatiker und weiß gern, was mir blüht. da lobe ich mir doch das kinoambiente. große aushänge, kurze filmvorstellung auf papier, klare preisliste und keiner guckt streng. also spaziere ich lieber noch eine runde um den schwanenteich und freue mich am blitzblauen himmel. heute abend blättere ich vielleicht in meinem bildband über rembrandt und das mit der kunsthalle nehme ich mir für einen richtig, richtig mutigen tag vor.

14.1.14 17:44, kommentieren

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drachenboot cup

wir sind jetzt aktive leute. nix mehr mit extremcouching und so. im neuen jahr wird was erlebt. so, basta! samstag waren wir in der neptunschwimmhalle. irgendso ein drachenbootcup. fetzig die lichter, sagt der mann und bestaunt die veranstaltungstechnik, während auf dem wasser leute um die wurst paddeln. led leuchten und bose boxen, sacht der mann. ich sach toll und bestaune die oberarme der paddlerinnen. anzeigentafel, auch toll sagt der mann. ja sach ich und wundere mich über die teamnamen. die schlümpfe, partybuhyeahs und so weiter. der mann sagt wieder was zu den boxen und mein sohn zeigt der schwimmeisterin seinen spielzeugmonstertruck. schön so ein familienausflug. für jeden was dabei. und sprite gab es auch, aus dem plastebecher.

13.1.14 20:01, kommentieren